Drei Prinzipien. Jahrzehnte der Forschung. Ein Ergebnis.
Drei Prinzipien. Jahrzehnte der Forschung. Ein Ergebnis.
Sie liefern exzellente Schulungen. Aber drei Wochen später ist das meiste vergessen. Nicht weil das Training schlecht war, sondern weil das menschliche Gehirn so funktioniert.
Die Ebbinghaus-Vergessenskurve zeigt, dass ohne Wiederholung bis zu 80% des Wissens innerhalb eines Monats verblasst. Aktives Abrufen zum richtigen Zeitpunkt durchbricht diese Kurve und hält Wissen abrufbereit.
Wiederholung zum richtigen Zeitpunkt
Wissen, das im richtigen Abstand wiederholt wird, bleibt haften. Nicht durch Willenskraft, sondern weil das Gedächtnis so funktioniert. Wir wenden dieses Timing automatisch an, für jeden Teilnehmer.
Aktiver Abruf
Wissen aktiv aus dem Gedächtnis abzurufen stärkt die Erinnerung weit mehr als Wiederlesen. Jede Aktivierung fordert die Teilnehmer zum Denken auf, nicht nur zum Wiedererkennen.
Soziale Verstärkung
Zu sehen, wie andere antworten, und selbst gesehen zu werden, steigert Engagement und Verantwortungsbewusstsein. Lernen wird zu einer gemeinsamen Erfahrung, nicht zu einer Einzelaufgabe.
Von der Wissenslücke zur bleibenden Beherrschung in sechs Schritten
Diese sechs Schritte sind keine losen Tricks. Sie bauen aufeinander auf, und jeder Schritt hat eine eigene wissenschaftliche Grundlage.
Wissenslücken sichtbar machen
Aktives Abrufversuchen zeigt genau, was man noch nicht weiß. Das macht eine Lücke lernbar statt unsichtbar (Roediger & Karpicke, 2006).
Stiqqo konfrontiert Teilnehmer wöchentlich mit einer kurzen Frage, direkt zum Trainingsinhalt. Wer die Antwort nicht parat hat, erlebt die Lücke und behält das Thema danach besser.
Wissen verbinden
Neue Informationen knüpfen an vorhandenes Wissen im Langzeitgedächtnis an. Je dichter dieses Netzwerk, desto stärker das Verständnis (Sweller, 1988).
Jede Frage in Stiqqo baut auf bereits Behandeltem auf, nicht isoliert, sondern als Erweiterung dessen, was ein Teilnehmer schon weiß.
Fehler korrigieren
Falsche Annahmen kommen ans Licht, bevor sie sich als hartnäckige Fehlvorstellungen festsetzen (Roediger & Karpicke, 2006).
Nach jeder Frage erhält der Teilnehmer sofort die richtige Erklärung. Eine falsche Antwort wird nicht bestraft, sondern genutzt, um das Thema später erneut aufzugreifen.
Verbindungen stärken
Wiederholtes Abrufen mit Abständen wirkt stärker als alles auf einmal zu üben. Jede Reaktivierung macht Wissen belastbarer (Cepeda et al., 2006).
Der Aktivierungsplan von Stiqqo basiert auf verteilter Wiederholung: Themen kehren genau dann zurück, wenn sie zu verblassen drohen, nicht zufällig.
Unter Druck abrufen können
Gut geübtes Wissen bleibt auch unter Zeitdruck oder in einer schwierigen Situation zugänglich. Dafür ist Wiederholung letztlich da (Roediger & Karpicke, 2006).
Wo möglich, werden Fragen mit realistischen Arbeitssituationen verknüpft, damit Wissen nicht nur erkannt, sondern auch so angewendet wird, wie es in der Praxis gebraucht wird.
Neues schneller lernen
Ein dichtes Wissensnetzwerk bietet neuen Informationen mehr Anknüpfungspunkte. Das beschleunigt das Lernen und vertieft das Verständnis kumulativ über die Zeit (Sweller, 1988).
Teilnehmer, die ein Programm durchlaufen, bauen ein stabileres Wissensfundament auf. Neue Schulungen landen dadurch leichter, weil bereits etwas da ist, woran sie anknüpfen können.
- Ebbinghaus, H. (1885). Über das Gedächtnis.
- Roediger, H. & Karpicke, J. (2006). The Power of Testing Memory. Psychological Science, 17(3), 249-255.
- Cepeda, N. u. a. (2006). Distributed Practice in Verbal Recall Tasks: A Review and Quantitative Synthesis. Psychological Bulletin, 132(3), 354-380.
- Sweller, J. (1988). Cognitive Load During Problem Solving. Cognitive Science, 12(2), 257-285.
- Dunlosky, J. u. a. (2013). Improving Students' Learning With Effective Learning Techniques. Psychological Science in the Public Interest, 14(1), 4-58.